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AGE BREAKER
Glykation



 
VORBEUGUNG GEGEN ALTERUNG - VORBEUGUNG GEGEN GLYKATION

Was ist Glykation eigentlich?
Jede Sekunde läuft im gesamten Organismus ein Prozess namens Glykation (Glykosylierung) ab. Diese Reaktion kann so beschrieben werden, dass eine Bindung eines Proteins (einer Proteinmolekül) an ein Zuckermolekül (Glukose) entsteht, woraufhin beschädigte, funktionsuntüchtige Strukturen gebildet werden. Der Glykationsprozess verändert die Struktur des Proteins und senkt dadurch die biologische Aktivität dieses Proteins. Glykierte Proteine, die sich in betroffenen Geweben ansammeln, sind ein zuverlässiger Indikator für Erkrankungen. Viele Krankheiten, die mit dem höheren Alter verbunden sind, wie die Verhärtung der Arterien, der graue Star und bestimmte neurologische Störungen, sind zumindest teilweise Eigenschaften der Glykation. Carnosin, das die Glykation verhindert, spielt auch eine wichtige Rolle beim Entfernen glykierter Proteine. Die sogenannte Carnosinilierung (der Prozess, bei dem Carnosin sich mit den denaturierten Molekülen verbindet) ermöglicht es, glykierte Proteine aus den Zellen zu entfernen.

Glykation, in der Biochemie als sogenannte Maillard-Reaktion bekannt, läuft zwischen Proteinen und Glukose ab und gilt als bedeutender Faktor des Alterns und wahrscheinlich auch bösartiger Tumoren, einschließlich Komplikationen, die durch Diabetes verursacht werden. Glukose ist „Treibstoff“ für die Glykation: die heimtückischen Bindungen Protein/Glukose, die (mit nachfolgenden Schritten einschließlich der Bildung freier Radikale) in der Entstehung fortgeschrittener glykierter Endprodukte AGEs (Advanced Glycation Endproducts) enden.
Hinweis: „AGE“ bedeutet auf Englisch „ALTER“


Sind die AGEs bereits gebildet, reagieren sie mit benachbarten Proteinen unter Bildung pathologischer quergestalteter Bindungen (cross-links), die zu einer Verhärtung und Versteifung von Geweben führen. Es wird diskutiert, dass im Grunde keine andere Molekülklasse ein so bedeutendes potenziell toxisches Wirkungspotenzial auf Proteine hat wie fortgeschrittene glykierte Endprodukte (AGEs). Bei Diabetikern entsteht eine enorme Menge an AGEs deutlich früher im Leben als bei gesunden Menschen – ein Prozess, der die normalen Funktionen der Organe, deren Funktion von der Flexibilität abhängt, vollständig durcheinanderbringt. Es wurde nachgewiesen, dass gerade die Glykationsprozesse dafür verantwortlich sind, dass die Arterien von Diabetikern „verhärten“. AGEs lösen eine ganze Kaskade destruktiver Prozesse aus, wenn sie sich an zelluläre Bindungsstrukturen anlagern. Eine der Folgen ist eine 50-mal höhere Bildung freier Radikale. So wird im Grunde der Diabetes, eine Erkrankung des beschleunigten Alterns, zur „Ernte“ der AGEs, und Arterien, die Augenlinse und die Netzhaut, die peripheren Nerven und die Nieren werden spezifisch angegriffen. Die Verhinderung der Glykation bedeutet dann, dass z. B. die Schädigung der Nieren mit nachfolgenden entzündlichen und degenerativen Veränderungen abgemildert wird. Ratten mit Diabetes, die nicht mit Glykationsinhibitoren behandelt wurden, zeigten im Vergleich zur Kontrollgruppe, die mit diesen Inhibitoren behandelt wurde, doppelt so starke Schäden an den Nieren-Glomeruli, die durch AGEs verursacht werden. Katarakt (grauer Star) – eine weitere Komplikation des Diabetes – ist ebenfalls eine Folge des Glykationsprozesses. Glykationsinhibitoren wie Carnosin und Calcium-Pyruvat schützen vor dieser Schädigung.

Die Supplementierung von Glykationsinhibitoren ermöglicht es, vielen Abweichungen vorzubeugen, die den Alterungsprozess begleiten. Da Carnosin strukturell Stellen enthält, die von der Glykation angegriffen werden, muss es geopfert werden, um das Ziel zu schützen. Carnosin unterstützt außerdem proteolytische Wege, d. h. das Entfernen beschädigter und nicht benötigter, häufig schädlicher Proteine.
Carnosin mit anti-glykierenden Wirkungen kann daher hilfreich sein bei der Vorbeugung und Behandlung diabetischer Komplikationen wie Katarakt, Neuropathie, Atherosklerose und Nierenversagen. 
Es kann für jeden von uns nützlich sein, auch wenn AGEs uns nicht so schnell angreifen wie Diabetiker.


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