
Das Altern der Haut ist ein komplizierter Prozess, der von vielen Faktoren abhängt. Das Altern im Allgemeinen besteht aus zwei unterschiedlichen und unabhängigen Mechanismen:
Junge Haut zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihre Elastizität und Nachgiebigkeit behält (u. a. dank eines hohen Wassergehalts). Die täglichen äußeren Einflüsse, denen unsere Haut ausgesetzt ist (äußeres Altern), führen zusätzlich zur normalen Alterung zu einem Verlust an Feuchtigkeit. Das Schlüsselmolekül, das an der Feuchtigkeitsversorgung der Haut und ihrem Altern beteiligt ist, ist Hyaluronsäure, die die einzigartige Eigenschaft hat, Wasser zu speichern.
Es handelt sich um ein Polysaccharid, das an der Gewebereparatur des menschlichen Körpers beteiligt ist. Es findet sich im gesamten Organismus. Der menschliche Körper enthält etwa 15 g Hyaluronsäure, und die Haut etwa die Hälfte der Gesamtmenge. Neben der Haut kommt sie auch in den Gelenken vor, im Glaskörper des Auges oder im Nabelschnurbereich. Interessant ist, dass nicht nur der Mensch, sondern auch bestimmte Bakterien Hyaluronsäure bilden können, die für sie eine schützende Funktion hat.
Dieses einzigartige Molekül steht seit den vergangenen Jahrzehnten sowohl im Interesse der Wissenschaftler als auch der Menschen auf der ganzen Welt.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
Wie wir bereits erwähnt haben, kommt in der Haut bis zu 50 % Hyaluronsäure vor, und ihre Hauptfunktion in der Haut besteht darin, die Wassermenge zu regulieren. Damit hängt das jugendliche Erscheinungsbild der Haut, ihre Elastizität und die sogenannte „Frische“ der Haut zusammen.
Neben dem natürlichen Vorkommen wird Hyaluronsäure als Bestandteil von Präparaten (medizinischer Kosmetik) auf die Haut aufgetragen, z. B.
Die dramatischste histochemische Veränderung, die in alternder Haut beobachtet wird, ist das deutliche Verschwinden der epidermalen Hyaluronsäure.
Die Gründe für diesen Verlust im Alter sind nicht vollständig bekannt. Es ist jedoch nachgewiesen, dass in alternder Haut durch das Alter nicht nur Hyaluronsäure verloren geht, sondern auch die Größe ihrer Polymere in der Haut abnimmt.
Die Epidermis (Haut) verliert also das wichtigste Molekül, das für die Bindung und Speicherung von Wassermolekülen verantwortlich ist, was zu einem Feuchtigkeitsverlust der Haut führt.
Dadurch entstehen nach und nach sichtbare Zeichen des Hautaltern.
Welche vor allem sichtbaren Anzeichen das alternde Gesicht kennzeichnen:
Vorzeitiges Hautaltern ist das Ergebnis wiederholter und langanhaltender Einwirkung von UV-Strahlung. Etwa 80 % des Hautalterns im Gesicht werden genau der UV-Strahlung zugeschrieben (hauptsächlich dem Licht).
Die durch UV-Strahlung verursachte Schädigung der Haut führt zunächst zu einer milden Form der Wundheilung und ist zunächst mit einer Erhöhung der Konzentration von Hyaluronsäure in der Haut verbunden. Das liegt daran, dass sich die Haut gegen die Schädigung wehren will (beim Sonnenbaden ist die gut bekannte Rötung der Haut) und dabei auch Hyaluronsäure nutzt.
Bei stärkerer und länger anhaltender Einwirkung von UV-Strahlung (z. B. wenn Sie viel Zeit in der Sonne verbringen, ohne schützende Cremes) nimmt Hyaluronsäure hingegen aus der Haut ab und wird nach und nach nicht mehr natürlich gebildet; stattdessen wird sie in der Haut durch Chondroitinsulfat ersetzt.
Als Folge von übermäßigem Sonnenbaden und der Einwirkung von UV-Strahlung unterscheiden wir das sogenannte Photoaging (vorzeitiges Altern durch UV-Strahlung) und das natürliche Altern der Haut. Menschen mit heller Haut sind stärker betroffen, und übermäßiges Sonnenbaden lässt ihre Haut schneller altern als bei dunkelhäutigen Menschen.
Recent advances in hyaluronic acid based therapy for osteoarthritis
Hyaluronic acid: A key molecule in skin aging